In einem kargen, dunklen, fensterlosen Backstageraum traf FM5 den britischen, in Berlin lebenden Ausnahmekünstler Chris Corner zum Interview. Der Musiker, der sich seine Brötchen früher als Sneaker Pimps-Frontmann verdiente, widmet sich nun seit Jahren nur noch IAMX. Chris Corner schreibt alle seine Lieder selbst und nimmt sie so gut es geht auch ohne Hilfe auf. Alles, was mit diesem innovativen Projekt zu tun hat, entsteht in kompletter Eigenregie. Weder eine Plattenfirma, noch ein bestimmendes Management können die kreativen Entscheidungen des Perfektionisten einschränken oder gar verbieten. Einzig und allein gute Freunde und die Live-Bandmitglieder sind in das Geschehen rund um IAMX involviert.
Im FM5-Interview erzählte Chris Corner uns so einiges über seine Beziehung zu Geld und Erfolg, über sein ruheloses Leben auf Tour, über seinen Bezug zur deutschen Sprache und über ganz persönliche Interessen und Erlebnisse, die er nicht ganz so bereitwillig preisgab.
FM5: Wie geht es dir heute?
Chris Corner: Eigentlich ganz gut, nur bin ich etwas müde. Touren ist generell sehr anstrengend, stressvoll und ermüdend, aber es ist fabelhaft. Man muss sich nur Zeit zum Entspannen verschaffen und seine Energie richtig managen. Hast du Zeit zum Entspannen?
Nein. Aber ich habe Zeit, um meine Energie einzuteilen, denn ich habe mich sehr an das Gefühl der ständigen Müdigkeit, Genervtheit und Gestresstheit gewöhnt. Das Geheimnis beim Touren ist, die negative Energie in positive umzuwandeln.
Hast du manchmal Zeit dir die Städte, in denen du spielst, auch anzusehen?
Nicht wirklich. Ursprünglich, als ich zum ersten Mal auf Tour gegangen bin, hatte ich diese Fantasie in meinem Kopf, dass ich an all den Orten, die ich besuchen würde, auch die wundervolle Kultur kennenlernen und ständig in Museen sein würde. Leider ist dies nie passiert und es passiert auch nie, denn man hat nie Zeit. Man könnte zwar, doch wenn ich einen freien Tag zwischendurch habe, dann möchte ich nur im Bett bleiben. Es hört sich zwar etwas deprimierend an, aber ich genieße einfach das Gefühl des Durchreisens. Würde ich es nicht genießen, ginge es mir wohl ziemlich beschissen.
War es schon immer dein Traum ein Rockstar zu werden? Immerhin hast du anfangs noch Astrophysik und Mathematik studiert.
Ja. Also ich liebte Mathe, doch dann wechselte ich zu einem kreativeren Fach, nämlich zu Astrophysik, wobei man sich größeren Fragen stellt und philosophischer sein kann. Und dann bekam ich einen Plattenvertrag, also konnte ich mein Studium nicht abschließen. Das war eine sehr interessante Zeit für mich, denn ich musste mich entscheiden, ob ich ein Neandertaler oder eine intelligente Person sein wollte. Ich wählte also das Biest. Manchmal habe ich aber auch das Vermögen und die Energie vernünftig und intelligent zu sein.
Du erwähnst das Biest in dir, deine zweite Persönlichkeit. Wechselst du tatsächlich Persönlichkeiten, immer wenn du auf die Bühne gehst?
Ich denke das passiert ganz natürlich. Es ist viel Adrenalin im Spiel, wenn man vor einem Publikum auftritt. Es passiert also eine chemische Veränderung und auch eine physische. Ich bin eine sehr sensible Person. Auch psychologisch gesehen beeinflusst es mich sehr. Irgendwie habe ich einen Weg gefunden, nicht meine Persönlichkeit zu verändern, sondern die extremen Teile meines Ichs zu verstärken oder gar herauszubringen. Ich erlaube mir selbst dadurch die Freiheit sehr expressiv und extrem zu sein. Es fühlt sich sehr natürlich für mich an und ich genieße es einfach und brauche es in meinem Leben.
Bei deinen Konzerten kommt es einem vor, dass sich ebenfalls das Publikum plötzlich verändert. Bemerkst du das? Was hältst du davon?
Naja, für mich ist es so, dass es keinen Sinn macht, auf einem Konzert zu sein, ohne dass du nicht etwas für dich dabei rausholst. Ich denke, man muss in irgendeiner Form bewegt werden. Man kann es lieben oder hassen, egal was du fühlst, ich möchte nur, dass du fühlst. Es ist wichtig, dass, wenn man zu einer IAMX-Show kommt, man bereit dafür sein muss loszulassen, sich gehen zu lassen. Ich möchte, dass die Leute sich gehen lassen, denn ich fühle mich sehr frei, wenn ich auf der Bühne loslasse. Das ist ein wundervolles Gefühl und ich möchte, dass auch das Publikum das genießen kann und diese kurzen Momente festhält und wertschätzt. Momente des Glücks sind selten, also genieße sie, wo du nur kannst. Da du in Berlin wohnst, hast du bestimmt auch schon Deutsch gelernt. Kannst du schon viel und würdest du auch mal ein Lied auf Deutsch singen?
"Ja, wir können auch gerne auf Deutsch sprechen, wenn du willst." (wortwörtlich, lacht) Ein Lied könnte ich mir eines Tages bestimmt vorstellen. Ich würde sehr gerne etwas von Bertolt Brecht machen. So verrücktes Kabarettzeug. Ich dachte auch darüber nach, ein Album zu machen, mit deutschen Liedern aus der Vergangenheit.
Gefällt dir der Klang der deutschen Sprache?
Ja, und ob. Ich denke Deutsch hat mir wirklich in meiner Zuversicht, Direkt- und Offenheit geholfen. Durch das Leben in Berlin habe ich, als jemand, der in England aufgewachsen ist, wo man mit Sensibilität, Unterdrückung und Komplexen groß wird, gelernt mich nicht angegriffen oder beleidigt zu fühlen. Das war sehr gut für meine innere Ruhe. Ist Erfolg wichtig für dich? Spielst du beispielsweise lieber in großen oder kleinen Locations?
Ich mag beides. Ich wäre wohl heuchlerisch und würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ein großer Auftritt vor großem Publikum sich nicht gut anfühlt. Es gefällt mir. Was allerdings wichtig ist, ist, dass Erfolg nur ein Mittel und nicht das Ziel für mich ist. Künstlerische Freiheit und Expression sind meine Ziele und nicht Erfolg oder Geld. Ist Geld für dich aber nicht etwas Gutes, um dich leichter und besser auszudrücken?
Das ist wahr, aber ich denke Geld ist ein gefährliches Werkzeug. Man muss damit sehr vorsichtig umgehen, denn man kann leicht zu dem Punkt geraten, an dem Geld Kontrolle über dich erhält und dadurch wird man von seinem wirklichen Selbst abgelenkt.
Ist dir das schon einmal passiert?
Nein, aber ich wurde getestet. Jeder Schritt, den ich kreativ gemacht habe, hat mich jedoch davon weg gebracht. Ich wurde unabhängig und löste mich von den großen Plattenfirmen. Im Grunde war arm zu sein ein guter Lernprozess für mich.
Chris Corners Fragenkatalog: Ich habe heute schon jemanden umarmt. Ja Ich rauche/trinke. Nein/Ja. Ich habe heute etwas gelernt. Ja, und zwar geduldig zu sein und meine Wut zu kontrollieren. Ich habe heute schon einen Witz erzählt. Ich denke schon, aber dazu musst du andere Leute befragen, denn ich fühle mich generell sehr lustig, also habe ich bestimmt schon einen Witz gemacht. Mein längster Krankenhausaufenthalt war, als ich ein junger Mann war und beschnitten wurde und das dauerte einige Tage. Mein größtes Hobby ist Architektur, mein Fantasie-Hobby, wozu ich leider nie Zeit habe. Wenn ich einmal ein alter Mann bin, würde ich gerne so tun, als ob ich ein Architekt wäre, doch momentan liebe ich es einfach Gebäude anzusehen und zu wissen, wo sie herkommen. Die dümmste Sache, die ich je angestellt habe, war… Ich habe noch nie etwas Dummes in meinem Leben gemacht. Ich bin perfekt. (lacht)
Danke vielmals, es war sehr angenehm! Bis zum nächsten Mal.
Wisst ihr, das besagte Buch in Deutsch ist iwie schion makaber. Ein Mädchen wird entführt und dann ermordet. Das ist ungefähr die Hälfte des Buches. Das Schlimme: Die Leiche wird erst nach ein paar wochen in einem Siloballen entdeckt --> Die ist schon ziemlich verwest. Und dann am Ende des Buches wird nich die Freundin des Kommissars ermordet und das wird sehr genau beschrieben welche Spuren die Marmorbüste in ihrem Gesicht hinterlassen hat. Und der der das macht macht das ganze auch noch nur aus Eifersucht. Ich musste mich fast übergeben als ich das buch las.
Si vis amaris,ame! Wenn du geliebt werden willst, liebe!
man mir ist luwannig danke Jojo übrgens, das du mich mit deiner Shounen Ai Fanatik angesteckt hast rate mal was ich schaue... jedenfalls istdas grad volll süß *-* Jaja okay Gute Nacht
You have a mouth like a razor blade, It cuts so deep, So kiss my neck and wrists, And give me eternal sleep~
ICh weiß, die Lehrerin hat aber gesagt: Also mir hat das ganze politische nicht wirklich gefallen. Die soll mal die Bücher lesen bevor sie sie uns lesen lässt.
Si vis amaris,ame! Wenn du geliebt werden willst, liebe!